SINGAPUR (dpa-AFX) – Der Versicherungskonzern Allianz
Asien größter internationaler Industrie-Versicherer werden und den
US-Konkurrenten AIG
Unternehmen profitiere von der AIG-Schwäche, sagte der Chef der
Industrie-Versicherungssparte Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS),
Axel Theis, der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Donnerstag). Im Blick habe
die Allianz vor allem Japan, Südostasien und Australien. China und Indien seien
weniger interessant, weil das Geschäft dort von staatlichen Versicherungsgruppen
bestimmt werden.
Bislang macht das in Asien gebuchte Geschäft gerade einmal 3 Prozent des
gesamten Prämienaufkommens von 3,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr bei AGCS
aus. “Bis 2012 werden wir den Anteil auf 6 Prozent steigern”, sagte Theis. Das
Geschäft in Asien sei traditionell etwas profitabler als in anderen Regionen.
Dies liege auch daran, dass durch das dort schnelle Wachstum die
Industrieanlagen oder die Infrastruktur jünger seien. AGCS versichert weltweit
Fabriken, Brücken oder Bergwerke, Flugzeuge oder die Schifffahrt oberhalb von
Werten von 500 Millionen Euro und bewegt sich damit in Asien in einem stark
fragmentierten Markt.
Theis kündigte zugleich an, dass AGCS und damit die gesamte Branche noch
in diesem Jahr höhere Prämien im Markt durchsetzen wollten – damit werden die
Versicherungen für die Industrie weltweit teurer. Ein Grund seien die
Naturkatastrophen, die die Rückversicherer stärker belasteten./nl/wiz