02.02.2010 | 7:02 Uhr | Technologie

Deutschland und USA für Banken-Neuregelung mit G20

WASHINGTON (dpa-AFX) – Deutschland und die USA wollen bei Neuregelungen im
Bankensektor gemeinsam auf Lösungen im Rahmen der 20 größten Wirtschaftsmächte
(G20) dringen und nationale Alleingänge verhindern. Darauf verständigten sich
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und US-Finanzminister Timothy
Geithner am Montag in Washington. Auf diese Weise sollen Wettbewerbsverzerrungen
zwischen internationalen Finanzplätzen verhindert werden, sagte Brüderle bei
seinem Antrittbesuch in der US-Hauptstadt. “Und die G20 sind dafür der richtige
Rahmen”, betonte der Minister.

Die Staatenrunde will im Sommer in Kanada wieder zusammenkommen, um weitere
Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise zu beraten. Die G20 hatte
vergangenen Herbst offiziell die G8 als zentrales internationales
Wirtschaftsforum abgelöst.

Brüderle sprach bei seinen Beratungen in Washington auch das Thema
Protektionismus an, das vielen deutschen Firmen Sorgen bereitet. Der
Wirtschafts-Spitzenberater von Präsident Barack Obama, Larry Summers, habe sich
in diesem Zusammenhang dafür ausgesprochen, die Doha-Runde über den Abbau von
Handelsschranken bald zu einem Abschluss zu bringen. Einer Umfrage der
Deutsch-Amerikanischen Handelskammer zufolge sehen deutsche Firmen eine
protektionistische US-Handelspolitik als eine der größten Gefahren für ihr
Geschäft.

Brüderle hatte als Ziel seiner zweitägigen US-Reise genannt, die
transatlantischen Handelsbeziehungen vertiefen und die Folgen der Finanzkrise
beraten zu wollen zu wollen. “In dieser schwierigen Zeit ist es mein Ziel, in
der ganzen Bandbreite der Themen die Möglichkeiten einer noch intensiveren
Zusammenarbeit auszuloten.”

Neben Geithner und Summers traf Brüderle am Montag auch Energieminister
Steven Chu. Am Dienstag standen Beratungen mit Wirtschaftsminister Gary Locke,
dem Handelsbeauftragen Ron Kirk sowie Vertretern von Internationalem
Währungsfonds und US-Notenbank an./fb/DP/tw

 

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