DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Die HSH Nordbank hat einem Pressebericht zufolge das
Jahr 2009 mit einem Verlust von rund einer Milliarde Euro abgeschlossen. Grund
sei vor allem die hohe Risikovorsorge für den Ausfall von Krediten an
Schiffsfonds und Reeder, berichtet das “Handelsblatt” (Dienstagausgabe) unter
Berufung auf Aufsichtsratskreise. Im Jahr 2008 hatte der die Bank noch einen
Verlust von 2,8 Milliarden Euro verbucht, was die Mehrheitseigner
Schleswig-Holstein und Hamburg zu milliardenschweren Hilfsaktionen zwang.
Die HSH ist der weltgrößte Schiffsfinanzierer. Rund 40 Prozent der
Schiffsfinanzierung entfällt auf den Containerbereich, der nach wie vor mit
großen Problemen zu kämpfen hat. Für zusätzlichen Druck sorgt die labile Lage
vieler Schiffsfonds. Ende September vergangenen Jahres hatte die HSH ihre
Risikovorsorge deshalb bereits auf 959 Millionen Euro verdoppelt. Im Dezember
kündigte die Landesbank dann an, zusätzlich vorsorgen zu wollen. Diese
Rückstellung sei außerplanmäßig hoch ausfallen, zitierte das “Handelsblatt”
Aufsichtsratskreise.
Im Milliardenverlust des vergangenen Jahres sind laut der Zeitung die Kosten
für die Garantien der Länder und die Restrukturierung der Bank nicht
berücksichtigt. Sie belaufen sich auf einen mittleren dreistelligen
Millionenbetrag, heißt es. Die Bilanzvorlage werde vom Aufsichtsrat am 14. April
verabschiedet./she/tw