AACHEN (dpa-AFX) – Der auf LED-Anlagen spezialisierte Maschinenbauer Aixtron
weiter auf Wachstumskurs. Im laufenden Jahr soll sich der Umsatz mindestens
verdoppeln. Beim operativen Gewinn rechnet Aixtron mit einer Verdreifachung.
Basierend auf einem hohen Auftragsbestand rechnet das Unternehmen im laufenden
Jahr mit einem Umsatz zwischen 600 und 650 Millionen Euro. Die Marge gemessen am
Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll bei mindestens 25 Prozent liegen, wie
das Unternehmen am Mittwoch in Aachen mitteilte. Bereits 2009 konnte Aixtron
deutlich zulegen.
Davon sollen die Aktionäre auch über eine höhere Dividende profitieren. Die
Gewinnbeteiligung je Anteil soll von 9 für 2008 auf 15 Cent für das Jahr 2009
steigen. Die Aktie profitierte von dem Ausblick und der Dividende, die beide die
Erwartungen der Experten übertrafen. Das im TecDax
zog nach der überraschenden Mitteilung um bis zu elf Prozent an und erklomm mit
26,75 Euro ein neues Mehrjahreshoch. Die Aktie verteuerte sich seit Anfang 2009
um mehr als 400 Prozent und gehörte damit im vergangenen Jahr zu den größten
Gewinnern am deutschen Aktienmarkt.
STARKER AUFTRAGSEINGANG
Mit der am Mittwoch abgegebenen Prognose stellt Aixtron beim Gewinn vor
Zinsen und Steuern (EBIT) einen Anstieg auf mindestens 150 Millionen Euro in
Aussicht. Wie bereits Anfang Februar mitgeteilt, stieg diese Größe 2009 um 93
Prozent auf 62,7 Millionen Euro. Der Umsatz legte um zehn Prozent auf knapp 303
Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Aixtron mit fast 45 Millionen Euro
95 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit der auf 15 Cent je Aktie angehobenen
Dividende schüttet Aixtron rund 15 Millionen Euro und damit 34 Prozent des
Gewinns an die Aktionäre aus.
Aixtron-Chef Paul Hyland stützt seine optimistische Prognose auf den starken
Auftragseingang, der im vergangenen Jahr alle vorherigen Höchstmarken übertraf.
Der Anlagen-Auftragseingang sei um 48 Prozent auf 370 Millionen Euro gestiegen,
wobei die Nachfrage nach Aixtron-Maschinen von Quartal zu Quartal anzog. Der
Auftragsbestand habe Ende 2009 mit 204 Millionen Euro 94 Prozent über dem Wert
von Ende 2008 gelegen. Die Gesellschaft, deren Börsenwert zuletzt bei 2,6
Milliarden Euro lag, will sich in eine europäische Aktiengesellschaft wandeln.
Sitz und Hauptverwaltungssitz sollen in Herzogenrath bleiben./zb/stb/he