INGOLSTADT (dpa-AFX) – Der Automobilhersteller Audi hat
angesichts der schweren Branchenkrise im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch
verbucht, schnitt dabei aber besser als erwartet ab. Der Umsatz der VW-Tochter
schrumpfte um 12,7 Prozent auf rund 29,8 Milliarden Euro,
der Gewinn nach Steuern brach verglichen mit 2008 um 38,9 Prozent auf 1,3
Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag in Ingolstadt mitteilte.
Der Absatz war 2009 vor allem Dank guter Geschäfte in Asien weniger stark als
befürchtet um 5,4 Prozent auf rund 950.000 verkaufte Autos gesunken.
Vorstandschef Rupert Stadler bekräftigte das Ziel, 2010 an das Rekordjahr
2008 anknüpfen zu wollen und wieder mehr als eine Million Autos zu verkaufen. Er
warnte aber davor, die Krise für überwunden zu halten. “Es zeichnet sich ab,
dass sie uns deutlich länger beschäftigen wird, als gemeinhin angenommen”, sagte
Stadler dem Redemanuskript zufolge. Audi habe sich in der Krise robuster als
seine Mitbewerber gezeigt und halte an seinem Ziel fest, dauerhaft an den
Konkurrenten Daimler und BMW vorbeizuziehen. “Wir wollen
weltweit Premiumanbieter Nummer eins werden und wir haben das Potenzial, diese
Spitzenposition zu erreichen”, sagte Stadler.
2010 peilt Audi einen Umsatz und Gewinn über den Ergebnissen des vergangenen
Jahres an. Bis 2012 wollen die Ingolstädter rund 5,5 Milliarden Euro in neue
Produkte investieren. Im Januar und Februar hatte Audi verglichen mit dem
krisenbedingt schwachen Vorjahreszeitraum ein Absatzplus von 28,7 Prozent
verbucht und insgesamt rund 153.700 Fahrzeuge verkauft./sbr/DP/dct