PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Moderat erholte Finanzwerte und höhere
Rohstoffpreise haben den europäischen Börsen am Montag Auftrieb gegeben.
Allerdings bröckelten die Gewinne bis zum Mittag nach einer festen Eröffnung
spürbar ab. Nach drei Verlusttagen in Folge stand der Leitindex EuroStoxx 50
Pariser CAC-40-Index
London rückte der FTSE 100
Koen De Leus von KBC Securities sprach von einer technischen Erholung nach
der zuletzt steilen Talfahrt: “Es gibt immer noch Leute, die an eine gute
Kaufgelegenheit glauben, nachdem davor viele die Marktrallye verpasst haben.”
Die positiven Nachrichten seien allerdings schon eingepreist und es könne noch
um weitere zehn bis 20 Prozent nach unten gehen, warnte der Experte. Beim
Finanzministertreffen der G7 am Wochenende hatten mehrere Vertreter der
europäischen Mitgliedsländer versichert, es werde alles Nötige getan, um die
finanziellen Probleme einiger Mitglieder in den Griff zu bekommen.
Finanzaktien konnten zulegen. So verteuerten sich Intesa SanPaolo
sprangen Dexia
Restrukturierung um 5,02 Prozent auf 4,227 Euro hoch. Der französisch-belgische
Immobilien- und Staatsfinanzierer hatte am Freitagabend grünes Licht für seine
Rettung durch den Staat erhalten und muss nun europaweit Vermögenswerte
abstoßen, um seine Bilanzsumme deutlich zu senken. Kepler bewertet die Aktie mit
“Buy”, überdenkt aber das Kursziel für die Aktien.
In London gehörten Minenwerte zu den Favoriten. Bei Xstrata
Rohstoffkonzern trotz eines Gewinneinbruchs im vergangenen Jahr wieder eine
Dividende zahlen will – die Aktie stieg um 2,11 Prozent auf 970,00 Pence. Die
Citigroup hob zudem ihr Ziel für die Aktie von 1.100 auf 1.450 Pence an und
blieb bei der Anlageempfehlung “Buy”. Analyst Johan Rode trug damit seinen
Schätzungen Rechnung, die er aufgrund neuer Prognosen für die Entwicklung der
Metallpreise nach oben revidiert hatte. An der “Footsie”-Spitze ragten Randgold
Resources mit einem Kursplus von 6,06 Prozent auf 4.464,00 Pence hervor.
Auch bei Stahlaktien griffen die Anleger nach einer positiven Branchenstudie
der HSBC zu. Die britische Bank hat mit Blick auf die jüngsten
Analystenkommentare für den Stahlsektor den Eindruck, dass die Markterwartungen
zunehmend positiver werden. Es sei nach wie vor Werthaltigkeit im europäischen
Stahlsektor zu finden. Die Aktie des Branchenprimus ArcelorMittal
Übergewichtung empfahlen, gewann 1,45 Prozent auf 27,70 Euro./gl/fat