DJ DEVISEN/Euro legt Berg- und Talfahrt zum Dollar hin
FRANKFURT (Dow Jones)–Am Donnerstagnachmittag hat der Euro eine Berg- und Talfahrt zum Dollar zurückgelegt. Als enttäuschend interpretierte Quartalszahlen von Goldman Sachs und Citigroup ließen den Wechselkurs zunächst nachgeben. Überwiegend deutlich besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten sorgten dann aber für eine Erholung.
Gegen Ende des europäisch geprägten Devisengeschäfts handelte die Gemeinschaftswährung bei 1,4941 USD und damit auf dem Niveau, auf dem sie in den Tag gestartet war. "Der Greenback ist auf Grund der extrem lockeren Geldpolitik der Federal Reserve nach wie vor eine der beliebtesten Carry-Trade-Währungen. Daher reagiert er unmittelbar auf die steigende oder sinkende Risikotoleranz der Investoren", erklärte ein Devisenhändler.
Zwar übertraf Goldman Sachs mit einem Gewinn von 5,25 USD je Aktie den Analystenkonsens von 4,24 USD je Aktie deutlich. "Nachdem J.P. Morgan am Vortag die Prognosen aber um rund 60% getoppt hat, wollte der Markt mehr sehen", kommentierte ein Aktienhändler. Der Verlust der Citigroup von 0,27 USD je Aktie bewegte sich zwar innerhalb der erwarteten Größenordnung von 0,21 USD bis 0,29 USD je Aktie. "Der Markt weiß aber natürlich, dass Bankbilanzen sehr elastisch auf die Zahlenvorlage hin zugeschnitten werden können", so der Händler.
Neue Hoffnung auf eine kräftige konjunkturelle Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt machte hingegen das Gros der US-Konjunkturdaten. So sank die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung binnen Wochenfrist um 10.000. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen lediglich einen Rückgang um 6.000 erwartet.
Zuversichtlich stimmte auch der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Frühindikator für das Verarbeitende Gewerbe der Region. Mit 34,57 Punkten, dies war der höchste Stand seit April 2004, fiel er deutlich besser aus als der Ökonomenkonsens von 19 Punkten. Schon für sich genommen weise der Anstieg des Index auf eine deutliche Verbesserung der Lage der Industrie der Region New York hin, kommentierte Heinrich Bayer, Ökonom aus dem volkswirtschaftlichen Research der Deutschen Postbank.
Doch auch die Subindizes hätten sich durch die Bank verbessert, herausragend sei der Anstieg der Komponente für die Auslieferungen gewesen. Insgesamt sei das Umfrageergebnis damit als sehr stark zu bewerten. Werde es in den kommenden Monaten bestätigt, stehe die Industrie in der Region New York vor markanten Produktionssteigerungen, die sich auch positiv in der Beschäftigung niederschlagen sollten.
Aus charttechnischer Perspektive liegt der nächste Widerstand für den Euro zum Dollar im Bereich 1,5015 USD. Unterstützt ist die Gemeinschaftswährung auf dem Niveau von 1,4901 USD. Die Feinunze Gold kostete zum Londoner Nachmittag-Fixing 1.053,50 USD, am Vortag wurde sie dort zu diesem Zeitpunkt mit 1.059,50 USD festgestellt.
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Europa Europa Europa
(17.37) (12.47) (8.45)
EUR/USD 1,4941 1,4926 1,4950
USD/JPY 90,44 90,03 89,46
EUR/JPY 135,12 134,37 133,71
EUR/GBP 0,9191 0,9169 0,9284
EUR/CHF 1,5145 1,5127 1,5145
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October 15, 2009 11:38 ET (15:38 GMT)
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