08.02.2010 | 17:47 Uhr | Top-Story, Wirtschaft

DJ DEVISEN/Euro legt einen Stabilisierungstag ein

DJ DEVISEN/Euro legt einen Stabilisierungstag ein

FRANKFURT (Dow Jones)–Der Euro hat sich zum Beginn der neuen Woche zum Dollar stabilisiert. "Es dürften vor allem Gewinnmitnahmen im Dollar sein, die den Euro heute etwas freundlicher aussehen lassen", vermutet ein Händler. Im Übergang vom europäischen in den US-Währungshandel handelt die Gemeinschaftswährung gegen 17.35 Uhr MEZ mit 1,37 USD und damit nur knapp unter dem Tageshoch von 1,3714 USD. "Es gab zwar heute den einen oder anderen größeren Ausschlag, aber keine klare Richtung", kommentiert Dan Cook von IG Markets in London.

Nachdem es vom Treffen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs am Wochenende in Kanada keine klaren Vorschläge zur Entspannung der Lage der Staatsfinanzen in mehreren südeuropäischen EU-Staaten gegeben habe, seien sich Investoren nun über die weitere Entwicklung im Unklaren, meint Cook.

Laut dem schweizerischen Online-Broker AC Markets ist die Zahl der auf einen zum Greenback fallenden Euro setzenden Trades zuletzt auf ein Rekordhoch gestiegen. Den Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zu den Positionierungen spekulativer Anleger zufolge stieg die Zahl der Euro-Short-Positionen jüngst auf 43.700 von 39.500 Kontrakten. Laut AC Markets ist das der höchste Wert seit Einführung des Euro.

Einher ging die Stabilisierung des Euro zum Dollar und auch zum Yen mit einer freundlichen Tendenz an den zuletzt ebenfalls gebeutelten europäischen Aktienmärkten und einer Erholung der Rohstoffpreise. "Der scharfe Ausverkauf der als risikoträchtig bewerteten Anlagen ist erst einmal zum Stillstand gekommen", sagt ein Händler. Konjunkturdaten, welche die Währungen hätten bewegen können, standen am Montag nicht auf der Agenda.

Aus technischer Sicht überwiegen für die Gemeinschaftswährung zum Greenback grundsätzlich weiter die Risiken, wie die Helaba feststellt. Die nach den dynamischen Kursverlusten überverkaufte Marktlage begünstige aber zumindest auf kurze Sicht eine Gegenreaktion des Euro. Diese könnte ihn bis auf 1,39 USD führen. Zuvor lägen bei 1,3750 und 1,3822 USD Widerstände. Unterstützungen ortet die Helaba bei 1,3582 und 1,3493 USD.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.064 USD gefixt, nachdem der Fixingpreis am Vormittag 1.070 USD betrug.

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             Europa      Europa       Europa
             (17.35)     (13.30)      (8.11)
EUR/USD      1,3700      1,3645       1,3635
USD/JPY       89,29       89,20        89,33
EUR/JPY      122,30      121,70       121,77
EUR/GBP      0,8756      0,8772       0,8761
EUR/CHF      1,4648      1,4669       1,4669
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February 08, 2010 11:47 ET (16:47 GMT)

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