DJ XETRA-START/Gewinnmitnahmen und Indexschwergewichte drücken
FRANKFURT (Dow Jones)–Nach vier Gewinntagen in Folge ist der deutsche Aktienmarkt mit Kursverlusten in den Donnerstag gestartet. Getrübt wird die Stimmung der Börsianer unter anderem durch die auf der Stelle tretenden US-Indizes sowie die Schwäche an den asiatischen Börsen. Hinzu kommen Befürchtungen, die chinesische Notenbank könne ihre Geldpolitik weiter straffen. Gegen 9.58 Uhr fällt der DAX um 0,4% oder 25 Punkte auf 5.793 zurück und zeigt sich damit von seinem Tagestief bei 5.770 schon wieder erholt. Etwas gestützt werde er von der Ankündigung einer Griechenland-Anleihe, über die schon länger am Markt spekuliert wurde.
Aus charttechnischer Perspektive hat der DAX die Unterkante der Widerstandszone zwischen 5.820 und 5.860 Punkten angelaufen. Daher sei ein Rücksetzer an den Unterstützungsbereich zwischen 5.750 und 5.700 Punkten möglich, sagen Charttechniker.
Impulse für das Handelsgeschehen könnten im Tagesverlauf unter anderem von den geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England (BoE) ausgehen. Gespannt warten Marktteilnehmer darauf, ob die Bank of England das Volumen ihrer Anleihekäufe verändern wird, und wie die EZB ihre künftigen Hauptrefinanzierungsgeschäfte gestalten will.
Auf der Konjunkturseite steht aus den USA unter anderem die wöchentliche Entwicklung der Erstanträge auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung auf der Agenda. Sie dürften angesichts des für Freitag erwarteten offiziellen US-Arbeitsmarktberichts für Februar mit besonderem Interesse verfolgt werden.
Belastet wird der DAX in erster Linie durch Kursverluste bei zwei Indexschwergewichten. So verbilligen sich Siemens um 1% auf 66,54 EUR. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge stellt China mehrere Schnellzugprojekte in Frage. "Da sind Vossloh und Siemens involviert", sagt ein Händler. Vossloh geben um 2,2% auf 72,90 EUR nach. Die Auswirkungen auf die Bilanz des Unternehmens dürften weitaus stärker als bei Siemens sein, so der Marktteilnehmer.
Darüber hinaus fallen E.ON, im DAX ebenfalls hoch gewichtet, um 1% auf 26,52 EUR zurück. Hier belastet das enttäuschende Jahresergebnis des französischen Wettbewerbers GDF Suez. RWE geben um 0,6% auf 62,90 EUR nach.
Gefragt sind als defensiver Wert hingegen Fresenius, die um 1,5% auf 54,68 EUR zulegen. Metro verteuern sich gestützt von guten Zahlen des niederländischen Konkurrenten Ahold um 1,5% auf 39,96 EUR. Beiersdorf rücken um 0,3% auf 45,40 EUR vor. Das Unternehmen hat für das vergangene Jahr eine Dividende von 0,70 EUR vorgeschlagen und damit die Markterwartungen erfüllt.
Im MDAX geht es für Pfleiderer um 1,5% auf 5,66 EUR nach oben. Der Holzverarbeiter muss entgegen den Erwartungen einiger Börsianer den MDAX nicht verlassen. MLP, für die Gleiches gilt, legen um 1,5% auf 6,98 EUR zu. TecDAX-Rückkehrer Singulus verteuern sich um 4,2% auf 7,72 EUR, Rofin Sinar, die den Platz dafür räumen müssen, fallen hingegen um 1,1% auf 15,38 EUR. Der MDAX sinkt um 0,1% oder 6 Punkte auf 7.702, für den TecDAX geht es um 0,4% oder 3 Punkte auf 813 nach unten.
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March 04, 2010 04:04 ET (09:04 GMT)
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