09.02.2010 | 18:19 Uhr | Top-Story, Wirtschaft

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Leichte Gewinne – Neue Sorgen um Euro-Länder

PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am
Dienstagnachmittag von neuerlichen Sorgen um die Verschuldung einiger
Euro-Länder belastet worden. Händler verwiesen auf negative Äußerungen der
Rating-Agentur Fitch zu Spanien, Frankreich und Großbritannien. Die Indizes
drehten daraufhin vorübergehend ins Minus, konnten sich zum Handelsende aber
wieder berappeln.

Der EuroStoxx 50 schloss schließlich 0,16 Prozent höher bei bei
2.668,43 Punkten. Dank einer fest tendierenden Wall Street war der Index zuvor
bis über 2.688 Zähler geklettert. In Paris legte der CAC 40 zum
Handelsschluss um 0,15 Prozent auf 3.612,76 Zähler zu. Der Londoner FTSE 100
gewann 0,38 Prozent auf 5.111,84 Punkte.

In London gehörten Minenwerte zu den größten Gewinnern. Händler verwiesen
auf deutliche Preissteigerungen bei Kupfer. Dies habe die Stimmung für den
Sektor angeheizt. Xstrata kletterten als bester Indexwert um
4,54 Prozent auf 1.028,500 Britische Pence. Dahinter legten Antofagasta
um 4,09 Prozent auf 845,433 Pence zu. Rio Tinto
gewannen 3,74 Prozent auf 3.180,00 Pence.

Tui Travel legten hauchdünn um 0,04 Prozent auf 259,417
Pence zu. Der größte Reiseveranstalter Europas sieht trotz eines verlustreichen
ersten Geschäftsquartals vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Die nachhaltige
Verbesserung der Nachfrage in einer Reihe von Monaten machen uns
zuversichtlicher, dass wir das Schlimmste hinter uns haben”, sagte der Chef der
zum deutschen Tui-Konzern gehörenden Gesellschaft, Peter Long. Das
Management hält zudem an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest.

In Paris verloren Unibail-Rodamco 6,04 Prozent auf 144,80 Euro und waren
damit mit Abstand schlechtester Wert im CAC 40. Die französische
Immobiliengesellschaft hatte am Montag nach Börsenschluss vor einem schleppenden
Gewinnwachstum im laufenden Jahr gewarnt.

In Zürich rutschten UBS mit einem Abschlag von 5,37
Prozent auf 13,4000 Schweizer Franken auf den letzten Platz im SMI .
Die Schweizerische Bank hatte 2009 einen Verlust von 2,7 Milliarden Franken
erlitten, war im Schlussquartal aber wieder in die Gewinnzone vorgedrungen.
Analysten bezeichneten die Zahlen als “gemischt”: Zwar habe der Überschuss im
vierten Quartal die Erwartungen übertroffen, das sei aber allein der
Steuergutschrift zuzuschreiben, kommentierte Commerzbank-Analyst Michael Dunst.
Vor allem die Neugeldabflüsse sorgten an der Börse für Enttäuschung. Analysten
der Zürcher Kantonalbank monierten, dass sich dies nach Aussagen des
Unternehmenschefs auch 2010 nicht ändern werde./he/wiz

 

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