FRANKFURT (dpa-AFX) – Die bereits in der vergangenen Woche deutlich spürbare
Nervosität der Anleger hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag erneut fest im
Griff gehabt. Im Leitindex Dax
zeitweise notierte das Börsenbarometer so tief wie zuletzt im August dieses
Jahres. Mit einem Abschlag von 1,43 Prozent auf 5.353,35 Punkten ging der Dax
aus dem Handel. Vor gerade einmal zwei Wochen hatte er sich noch der Schwelle
von 5.900 Punkten genähert. Der MDax
Prozent auf 6.679,54 Zähler. Der TecDax
717,56 Punkte.
Die Marktteilnehmer wirkten unruhig und verunsichert, resümierte Analyst
Mark Rohles von IG Markets. Angesichts zunehmender Skepsis über eine
Konjunkturerholung auf breiter Ebene verpufften derzeit vereinzelte positive
Signale überwiegend wirkungslos. “Die am Spätnachmittag veröffentlichten
US-Industrieaufträge für September, die den Erwartungen entsprachen und leicht
steigende Tendenzen aufweisen konnten, grenzten die Verluste im Dax aber
zumindest etwas ein.”
Mit der BMW-Aktie
Autotitel allesamt ab. Minus 6,26 Prozent auf 31,500 Euro standen nach der
Vorlage des Geschäftsberichts des Münchener Autoherstellers am Tagesende zu
Buche. Vor allem das schwache Abschneiden der Autosparte hatte den Markt
enttäuscht. Die VW-Stämme
“Sippenhaft” zwischen drei und vier Prozent ein.
Die wieder eingetrübte Stimmung für Bankenwerte sorgte für kräftige
Gewinnmitnahmen innerhalb dieser Branche. Auslöser war unter anderem, dass
zunächst die Commerzbank
Staatshilfe benötigen zudem die britischen Banken Royal Bank of Scotland (RBS)
als Auflage der Regierung in den kommenden Jahren von wichtigen Geschäftsfeldern
trennen. All dies, so hieß es am Markt, belaste, zumal die Banken insgesamt in
den vergangenen Wochen und Monaten einen “sehr guten Lauf” gehabt hätten. Die
Aktien der Commerzbank verloren 4,03 Prozent auf 6,900 Euro, die der Deutschen
Bank
Bank
Die Aktien von Fresenius
Fresenius als auch der zu ihm gehörende weltgrößte Dialysespezialist FMC blicken
zudem etwas optimistischer auf das Jahresende als zuvor. Die Anteilsscheine von
Fresenius legten an der Dax-Spitze um 6,76 Prozent auf 41,99 Euro zu, die der
Tochter FMC verteuerten sich um 4,55 Prozent auf 34,24 Euro. Das Zahlenwerk samt
Ausblick von Beiersdorf
Aktie von 3,33 Prozent auf 42,77 Euro honoriert. Die Metro-Aktien
waren nach “etwas besser als erwarteten Zahlen” ebenfalls gefragt und stiegen um
4,24 Prozent auf 39,09 Euro.
Im TecDax drehten die Drillisch-Aktien
Zahlen ins Plus und stiegen um 1,13 Prozent auf 4,48 Euro. Der Mobilfunkanbieter
erhöhte außerdem seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Der
Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer
erfasst worden. Der schwache Markt, besonders in Europa und Asien, hattem im
abgelaufenen Jahresviertel auf Umsatz und Gewinn gedrückt. Zudem hatten die
Sanierung und Reorganisation der Produktionshallen sowie der Produktmix das
Ergebnis belastet. Die Aktie, die daraufhin zeitweise bis auf 45,58 Euro
abgesackt war, schloss mit einem Minus von 0,56 Prozent auf 49,52 Euro./ck/he
— Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX —