12.01.2010 | 18:08 Uhr | Top-Story, Wirtschaft

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwach – Dax fällt unter 6.000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) – Ein schwacher Start in die US-Berichtssaison hat den
deutschen Aktienmarkt am Dienstag deutlich belastet. Der Leitindex Dax
schloss erstmals in diesem Jahr wieder unter der Marke von 6.000 Punkten. Mit
minus 1,61 Prozent auf 5.943,00 Zähler ging er aus dem Handel. Der MDax
gab um 1,75 Prozent auf 7.781,52 Punkte nach. Der TecDax
sank um 1,33 Prozent auf 842,09 Punkte.

In den USA hatten der Aluminiumhersteller Alcoa und der
Ölkonzern Chevron mit ihren Aussagen zum bisherigen
Geschäftsverlauf enttäuscht. “Die harten Zahlen stimmen nicht mit der aktuellen
Euphorie am Markt überein”, mahnte Dirk Müller, Händler bei MWB Fairtrade. “Die
positive Grundeinstellung der Anleger wird derzeit auf die Probe gestellt”,
sagte auch Stratege Patrick Pflüger von IG Markets. “Das Alcoa-Ergebnis liefert
keine guten Vorzeichen für die noch diese Woche angekündigten Quartalsergebnisse
der US-Bank JPMorgan und des Chipherstellers Intel
.”

In Deutschland gab es ebenfalls Enttäuschungen, denn auch der
Konsumgüterkonzern Beiersdorf konnte mit seinen vorläufigen
Jahreszahlen nicht überzeugen. Vor allem der Gewinn habe nicht den Erwartungen
entsprochen, hieß es am Markt. Die Aktie zählte mit minus 3,22 Prozent auf
43,755 Euro zu den schwächsten Dax-Werten. Die BASF-Titel gingen mit
einem Abschlag von 3,56 Prozent auf 41,98 Euro aus dem Handel, nachdem das
Management erneut betont hatte, 2009 sei mit einem deutlichen Rückgang der
Umsätze und Ergebnisse zu rechnen. “Interessant wird nun das erste Quartal 2010
sein, denn wenn es ebenfalls schlecht verläuft, könnte dem Konzern ein
schwieriges Jahr bevorstehen”, kommentierte ein Händler.

Die Metro-Papiere hielten sich mit minus 0,92 Prozent auf 40,88
Euro dagegen sichtbar besser. Der Handelskonzern hatte das Krisenjahr 2009 zwar
mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen, doch trotz weiter herausfordernder
Rahmenbedingungen soll in diesem Jahr das Expansionstempo erhöht werden.

Die Tui-Papiere büßten im MDax 6,14 Prozent auf 6,645 Euro ein.
Im Aufsichtsrat des Tourismuskonzerns wurde Klaus Mangold neues Mitglied. Damit
konnte der streitbare Großaktionär Fredriksen den Einzug seines Vertrauten Tor
Olav Trøim in das Kontrollgremium nicht durchsetzen. Die Anteilsscheine von
Continental wurden indes ex Bezugsrecht gehandelt. Sie schlossen bei
40,845 Euro. Der Autozulieferer hat die zweite Tranche seiner Kapitalerhöhung zu
40 Euro je Aktie platziert. An der Spitze des MDax verteuerten sich hingegen die
Titel der SGL Group um 5,12 Prozent auf 23,735 Euro. Goldman Sachs
hatte die Papiere des Kohlenstoffspezialisten auf die “Conviction Buy List”
gesetzt und das Kursziel von 26 auf 34 Euro angehoben.

Die Anteilsscheine der Deutschen Euroshop gaben um 0,91 Prozent
auf 24,385 Euro nach. Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor
besorgt sich frisches Geld zur Finanzierung des Kaufs des A10-Shoppingcenters.
Der Vorstand beschloss, das Grundkapital der Gesellschaft um rund 6,3 Millionen
neue Aktien zu erhöhen./ck/he

— Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX —

 

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