NEW YORK (dpa-AFX) – Ein überraschend starkes Wirtschaftswachstum in den USA
hat der Wall Street am Donnerstag kräftige Gewinne beschert. Für den Dow Jones
Industrial Average (DJIA)
Zähler hoch und damit wieder nahe an die Marke von 10.000 Punkten heran. Der
marktbreite S&P-500-Index
An der Technologiebörse Nasdaq legte der Composite-Index
Prozent auf 2.097,55 Punkte zu. Der Auswahlindex Nasdaq 100
kletterte um 1,74 Prozent auf 1.711,27 Zähler.
“Das Wachstum ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Konjunkturpakete wirken.
Man stelle sich vor, wir hätten Billionen Dollar in den Markt gepumpt und die
Wirtschaft wäre dennoch geschrumpft – das wären wirklich schlechte Nachrichten
gewesen”, sagte ein Analyst. Andere Analysten äußerten sich zurückhaltender. Die
Wachstumsrate dürfte für einige Zeit den Höhepunkt bilden, dämpfte
beispielsweise die Postbank den Optimismus etwas.
Zu den stärksten Werten im Dow Jones zählten Procter & Gamble
übertraf mit seinem Gewinn je Aktie und dem Umsatz im dritten Quartal die
Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr 2010 (Ende Juni) schraubte Procter
das Wachstumsziel für den organischen Umsatz herauf.
An der Indexspitze erholten sich derweil Alcoa
herben Verlusten seit Wochenbeginn und kletterten um 8,97 Prozent auf 13,00
Dollar. Generell waren die Verlierer der vergangenen Handelstage weit vorne zu
finden – beispielsweise ging es für Finanzwerte wie JPMorgan
oder Bank of America
Aber auch Werte aus de herstellenden Industrie wie Caterpillar
Kräftige Gewinne konnten abseits des Dow Jones mit plus 9,80 Prozent auf
8,74 Dollar Motorola
Handy-Hersteller sieht bei seiner Sanierung Licht am Ende des Tunnels und
schaffte es das zweite Quartal hintereinander knapp in die schwarzen Zahlen. Der
Gewinn und vor allem der Ausblick hätten positiv überrascht, sagten Händler. Dem
Mobilfunker Sprint Nextel
davon und das Unternehmen ist im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen
gerutscht. Die Aktie quittierte dies mit einem Verlust von 4,63 Prozent auf 3,09
Dollar.
Als schwächster Wert und einziger Verlierer im US-Leitindex rutschten Merck
& Co
auf den endgültigen Gesundheitsreformvorschlag des Repräsentantenhaus,
demzufolge Arzneimittelhersteller unter größeren Einsparungen zu leiden hätten
als in einer anderen Version des US-Senats. So sollen in den kommenden 10 Jahren
etwa 80 Milliarden Dollar eingespart werden. Kaum Auswirkungen hatte indes die
vorläufige Genehmigung der FTC für die Übernahme von Schering-Plough
Ölkonzerns lediglich 0,16 Prozent auf 73,96 Dollar gewannen, waren
Zweitschwächster./dr/he