26.10.2009 | 21:20 Uhr | Wirtschaft

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwächer – Sorgen um Kreditunterstützung

NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Börsen haben am Montag an ihre Verluste zum
Wochenschluss angeknüpft und schwächer geschlossen. Händler verwiesen auf
Medienberichte, denen zufolge die Analysten der ISI Group es für möglich
hielten, dass die Kreditunterstützung für Hauskäufer nicht wie erhofft
verlängert werden könnte. “Der Markt mag es einfach nicht, wenn eine
Unterstützung gekappt werden soll”, kommentierte ein Händler. Die in der
laufenden Woche anstehenden Konjunkturdaten dürften dann die weitere Richtung
bestimmen.

Der Dow Jones schloss mit minus 1,05 Prozent auf 9.867,96 Zähler
und entfernte sich damit von der Marke von 10.000 Punkten, die er im frühen
Handel noch zurückerobert hatte. Der marktbreite S&P-500-Index gab um
1,17 Prozent auf 1.066,94 Zähler nach. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der
Composite-Index 0,59 Prozent auf 2.141,85 Punkte. Der Auswahlindex
Nasdaq 100 fiel um 0,39 Prozent auf 1.746,75 Zähler.

Finanzwerte gehörten zu den größten Verlierern. Nachdem bereits in Europa
der ganze Sektor unter einer Kapitalerhöhung der ING
gelitten hatte, machten nun Gerüchte um einen entsprechenden Schritt der Bank of
America die Runde. Die Aktie büßte am Ende des Dow Jones
5,06 Prozent auf 15,40 US-Dollar ein. “Angeblich soll es sich um rund 45
Milliarden Dollar drehen”, sagte ein Börsianer. “Nach den Kursgewinnen seit dem
Tief wären es jetzt attraktive Bedingungen für eine Kapitalerhöhung, um das
‘Joch’ und das Manko der Staatsbeteiligung loszuwerden”, sagte ein weiterer
Händler. Zudem scheine derzeit die Aufnahmefähigkeit für große “Kapitalhappen”
gut zu sein.

Rohstoffwerte kamen mit fallenden Metall- und Ölpreisen unter Druck. Alcoa
sackten um 3,28 Prozent auf 13,28 Dollar ab, für Chevron
ging es um 1,60 Prozent auf 75,45 Dollar nach unten.

Gegen den Trend kletterten Microsoft nach zahlreichen
positiven Analystenkommentaren in Reaktion auf die Quartalszahlen vom Freitag um
2,36 Prozent auf 28,68 Dollar. Der Start von “Windows 7″, “Office 10″ und “Win
Server 2008 R2″ dürfte sich positiv auswirken, schrieb beispielsweise Analyst
Adam Holt von Morgan Stanley. Die starken Zahlen seien die Basis für weitere
Kursgewinne.

Anders reagierten Verizon Communications auf die
vorgelegten Quartalsergebnisse – die Titel gaben 0,73 Prozent auf 28,64 Dollar
ab. Der Telekomkonzern hatte vor allem wegen seines laufenden Stellenabbaus im
abgelaufenen Quartal weniger verdient. Besonders durch die Übernahme von Alltel
war der Umsatz um 10,2 Prozent auf 27,26 Milliarden Dollar geklettert. Ohne den
Kauf hätte das Umsatzplus nur 0,6 Prozent betragen. Für Aktien von Marvell
Technology ging es derweil nach einer angehobenen
Umsatzprognose um 2,81 Prozent auf 14,99 Dollar hoch.

Abseits der großen Indizes rückten einmal mehr CIT Group in den
Fokus. Der Finanzierer will die Annahmefrist für seine Umschuldungspläne
verlängern und zudem einen höheren Zins zahlen. Sollte die Umschuldung nicht
gelingen, muss CIT Insolvenz anmelden. Der Aktie verlor 6,14 Prozent auf 1,07
Dollar./dr/he

 

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